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LARS aus Osnabrück hatte das Pech, kräftig von
der Bullenwalze überrollt und dabei ziemlich schwer
an der Niere verletzt zu werden! Hätte er nicht gleichzeitig
auch noch ein paar stark blutende Platzwunden am Kopf abgekommen
(ziemlich gut zu sehen in der BILD vom 8.8. - er ist der
bewußtlose Typ mit der Schottenhose...), dann hätte
man ihn nicht sofort mit dem Notarztwagen ins Krankenhausgebracht.
Um dort schließlich innere Blutungen zu entdecken...
LARS: Den ganzen Tag über gabs eine gute Party
auf der Straße, die nur zwischenzeitlich aufdas Fährmannsfest
verlegt wurde.
Dort hörte ich, daß es am Abend ein Konzert
am Sprengelgelände geben würde. Wieder in der
Nordstadt angekommen, tauchte irgendwann am Ende der Straße
ein Mob von Bullen auf, und das Tor zum Kesselhaus wurde
mit Müllcontainern verbarrikadiert. Ich hielt mich
auch die ganze Zeit am Tor auf, bis ich auf einmal die Bullen
hinter mir sah. Ich wollte nach vorne wegrennen, über
das Tor mit den Containern, was aber auch nicht ging, weil
dort auch gerade die Cops drüberkletterten. Also saß
ich in der Falle: Bullen vor mir, Bullen hinter mir.
Ich muß wohl genau das richtige Opfer für sie
gewesen sein. Jedenfalls prügelten sie solange auf
mich ein, bis ich blutig am Boden lag. Als die Bullen dann
merkten, daß ich wohl nicht mehr flüchten konnte,
begriffen sie aber zum Glück, daß es besser war,
einen Krankenwagen zu rufen. Was auch sehr gut war. Wenn
sie mich die Nacht über eingesperrt hätten, wär
ich wohl verreckt.
Sie hatten mit dem Knüppel so stark auf meine Niere
geschlagen, daß diese gerissen war und ich starke
innere Blutungen hatte, Ich wurde sofort notoperiert. Mittlerweile
gehts wieder einigermaßen, und ich werde 1995 natürlich
wieder dabei sein...
Hinterher hieß es von Seiten der Polizei, Lars sei
einer derjenigen gewesen, die von "Wurfgeschossen aus den
eigenen Reihen" getroffen worden wären. Das hätten
sie wohl gerne!
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