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Das
erste große Punk-Treffen nach
zehn Jahren Pause schlug ein wie
eine Bombe und machte bundesweit
Schlagzeilen. Mit geradezu blindwütiger
Panik reagierten Medien und Polizei
auf die Rückkehr der Chaos-Tage.
Daß die angeblichen Brutalo-Krawalle
von denen bei jedem größerem
Fußballspiel nahezu mühelos
übertroffen werden, wurde übersehen:
Es gab 50.000 Mark Sachschaden,
und die auch nur, weil die Polizei
mit dem Angriff auf ein Punk-Konzert
eine kleinere Straßenschlacht
provozierte.
Der blutgeile "virtuelle Krawall"
jedoch, der in den Medien stattfand,
war dann für alle Beteilgten
schlichtweg faszinierend. Die Medien
entdeckten "Punk" als Thema wieder,
ein wahre Flutwelle von Aufrufen
zu den folgenden Chaos-Tagen ging
durchs In- und Ausland, und bei
den Chaos-Tagen 95 drehten Medien
und Polizei mehr durch als je zuvor.
Das Heft beschreibt die Ereignisse
der Chaos-Tage 94 anhand von Augenzeugenberichten
sowie Fernseh- und Pressezitaten
und macht dabei sei deutlich, daß
sich Medien und Polizei mit den
Chaos-Tagen ihr Monster eigentlich
ausschließlich selbst erschaffen
haben. Ein Monster, daß ein
atemberaubendes Eigenleben entwickelt
hat und einfach nicht umzubringen
ist. Das haben sie nun davon...
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