Da es am Chaos-Tag ja allerhöchstens nur einen Krawall
der äußerst kurzen Art sowie nur geringe Sachschäden
gab, war es für die Medien fast unmöglich, die
gewünschten scharfen Bilder zu bekommen. Also half
man sich mit minderschweren Schreckensbildern, die das Gruseln
wohl mehr in der Phantasie der Zuschauer auslösen sollten.
Neben einigen blutenden Punks und Skins, einem kleinem
Feuerchen auf der Straße und gerade mal drei Autos
mit zerdepperter Front- und Heckscheibe waren die nebenstehenden
Szenarios beliebte Ziele der Photoreporter und Kamerateams:
- das Loch im Pflaster an der Lutherkirche nebst einigen
liebevoll aufgestellten Pflastersteinen
- einge zerknüllte Bierdosen sowie Flaschen- und Müllreste
- das verbogene Straßenschild der Schaufelder Straße
- angeblich Krawallscherben fegende Bürger, wobei
zu beachten ist, daß die Scheibe im Hintergrund GANZ
ist
- "urinierende Punkerinnen" am Ernst-August-Denkmal
Nicht in dieser Collection: das süße brennende
Tempotaschentuch, das ein Fernsehteam wohl selbst an einer
Straßenecke deponiert hatte...
ARD 8.8./TAGESSCHAU
"Punks aus dem gesamten Bundesgebiet haben an diesem Wochenende
Teile der niedersächsischen Landeshauptstadt terrorisiert.
Sie bedrohten Passanten, schlugen Fenster ein und beschädigten
Autos."
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