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Anläßlich der Chaos-Tage konnte man sich mal
wieder davon überzeugen, daß der "gute Bürger"
immer noch der alte und braune Kotzbrocken ist wie ehedem.
Die Meinungen, die man da zu hören kriegt sind echt
knackig...
Punk war ja schon immer ´ne prima Möglichkeit,
diese Arschlöcher aus der Reserve zu locken, endlich
einmal das zu hören, was sie sonst nur hinter verschlossenen
Türen von sich geben...
ZDF 8.8./HEUTE-JOURNAL "Die? Die gehören alle unter
de Erde!"
Unmöglich
Als ich die Zeitung gelesen habe, und als da jemand wesagt
hat, wir wollen Hannover in Schutt und Asche legen, da hab
ich Hannover in Schutt und Asche gesehen, und zwar 45 nach
dem Krieg, als alles wirklich kaputt war. Die jungen Leute,
die sowas aussprechen können, sollten sich das auch
mal vorstellen, was dann wäre, wenn wir alles kaputt
machen würden. Ist doch unmöglich.
OMA, ca 65 Jahre
(aufgenommen bei Straßenbefragung)
RTL 8.8./NORDLIVE
"Ich find´s unmöglich! Ich finde, die Bundesregierung
müßte mal bessere Gesetze schaffen, um mal hier
richtig durchzugreifen. Jeder muß sein tägliches
Brot verdienen und nicht rumlungern und alles kaputtschmeissen.
Das geht nicht!"
Keine Jugendsünden
Mein Kommentar: Die Punks brauchen anscheinend einen "Krieg".
Sie könnten ihn probeweise in Bosnien oder Ruanda haben.
Dorthin zu gehen, sind sie aber wohl zu feige. Besser ist
es, den Normalbürgern ihre Freiheit zu rauben, Polizisten
mehr oder weniger schwer zu verletzen, schwere Sachschaden
anzurichten, mit Steinen zu werfen, Brände zu legen
und friedlichen Menschen Angst und Schrecken einzujagen
- alles das natürlich auf Kosten der Steuerzahler.
Die Verantwortlichen in Hannover sind ihrer Verantwortung
für die öffentliche Sicherheit und Ordnung überwiegend
nicht gerecht geworden, wenn die Berichte in den Medien
und Äußerungen von Augenzeugen stimmen. Die Untaten
der Punker sind keine Jugendsünden, auch wenn der Alkohol
dabei eine erhebliche Rolle spielte. Ich fühle mich
als durchschnittlicher Bürger und finde es skandalös,
wie Chaoten Freiheiten eingeräumt werden, während
Normalbürgern ihre Freiheit gewaltsam durch eben diese
Chaoten eingeschränkt wird.
Alfeld Wolfgang Seidel
(Leserbrief HAZ vom 13.8.94)
RTL 8.8./NORDLIVE
"Warum läßt die Stadt überhaupt erst zu,
daß da das Sprengelgelände so belegt wird von
diesem PACK!"
Guter Ruf in Gefahr
Warum kann man nicht auch diese, zur Eskalation treibenden
Veranstaltungen von vorn herein verbieten? Wenn besonders
ältere Menschen jetzt auch schon am Tage die Stadt
meiden, ist Hannovers guter Ruf bald verloren. Was sagt
denn der Herr Oberbürgermeister dazu? Er hat ja besonders
in letzter Zeit die Gabe, merkwürdige Entscheidungen
zu treffen. Wenn das Sicherheitsrisiko in unserer Stadt
weiterwächst, dann "Gute Nacht Expo!"
Hannover Arno Weber
(Leserbrief HAZ vom 13.8.94)
Politiker versagen
Als nicht unerheblicher Gewerbesteuerzahler für die
Landeshauptstadt Hannover muß man sich fragen, ob
es richtig ist, für diese Stadt Gewerbesteuer zu zahlen,
da die Stadt mit elnem Betrag von 120.000 DM (vielleicht
sind es sogar meine) die Chaoten auf dem Sprengel-Gelände
finanziell unterstützt. Die Stadt Hannover hat kein
Geld, um Schuldächer zu reparieren, aber für Chaoten,
die auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung leben, für
diese Leute wird Wohnraum zur Verfügung gestellt. Als
normal gekleideter Bürger hatte man Angst, am Sonnabend,
den 6. August 1994, auf dem öffentlichen Radweg der
Ihme zu fahren. Die Gestalten die sich dort bewegten, und
die gespieite Musik mit dem Text "Deutschland verrecke!"
waren Keimzelle des Chaos in der Nacht vom Sonnabend zum
Sonntag. Warum hat die Polizei hier nicht schon eingegriffen?
Jeder konnte bereits am Sonnabendnachmittag erkennen, daß
hier der größte Teil der Teilnehmer nicht als
Menschen, sondern als Zirkuspferde gekleidet, und daß
die ersten Ausschreitungen bereits zu erkennen waren. Warum
versagen hier unsere Politiker? Warum räumen Sie der
Polizei keine Befugnisse ein, damit sie rechtzeitig durchgreifen
kann, um nicht hinterher von den meisten Medien und dem
größten Teil der linken Politiker diffamiert
zu werden?
Hannover Eginhard Vietz
(Leserbrief HAZ vom 13.8.94)
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