| Polizei warnte
Geschäftsleute in der City
VON KLAUS GEMBOLIS HANNOVER.
Skepsis bei den Geschäftsleuten,
verstärkte Sicherheitsvorkehrungen
bei der Polizei: Am letzten verkaufsoffenen
Sonnabend vor dem Fest wollen sich
vermutlich Punker aus der gesamten
Bundesrepublik in der City treffen.
Über die Anzahl der Teilnehmer
und den Ablauf des Treffen gibt
es bisher nur Vermutungen, zumal
ein Organisator für das Hannover-Treffen
bisher nicht ausgemachten werden
konnte.Bekannt geworden war das
Punker Treffen durch Anzeigen in
einer zurlinken Szene gehörenden
Wochenzeitung. Wortlaut: Chaotentag
am 18. Dezember in Hannover.
Vor Gewalttätigkeiten in der
City fürchten sich besonders
die Geschäftsleute. Peek &
Cloppenburg läßt am Sonnabend
die Eingänge von zusätzlichem
Personal überwachen, Handwerker
stehen bereit, um im Notfall zerdepperte
Schaufenster sofort zu reparieren.
Das Café am Kröpcke
will, falls die Lage zu stürmisch
wird, kurzfristig schließen.
Bereits am Mittwoch hatten Bezirksbeamte
des 12. Reviers die Geschäftsleute
in der City von der Situation unterrichtet.
Stellvertretender Polizeipräsident
Dr. Thomas Sporn: Wir gehen nicht
davon aus daß es zu irgendwelchen
Krawallen kommt, haben aber aus
Vorsichtsgründen gewarnt. Wir
müssen natürlich auf der
Hut sein, sagt Dr. Karl-Theodor
Simon vom hannoverschen Einzelhandelsverband.
Zahlreiche Geschäftsleute hatten
bereits Sicherheitsvorkehrungen
getroffen.
Dr. Simon: Wir hoffen, daß
es am verkaufsoffenen Sonnabend
keine Umsatzeinbußen gibt,
zumal die Ordnungsbehörden
sicherlich dafür sorgen werden,
daß es zu keinem Chaos kommt.
Punker-Treffpunkt am Sonnabend
soll nach Informationen der NP 12
Uhr mittags am Kröpcke sein.
Vermutliche Teilnehmerzahl: 1000.
Möcklinghoff weist Kritik
an der Punker-Kartei zurück
HANNOVER. Als ,unverantwortlich
und in der Wortwahl überzogen
hat der niedersächsische Innenminister
Egbert Mocklinghoff die Kritik des
FDPBundestagsabgeordneten Burkhard
Hirsch an der Polizei von Hannover
zurückgewiesen. Der innenpolitische
Sprecher der FDP-Fraktion hatte
die sogenannte "Punker-Kartei ,
in der die hannoversche Polizei
Daten über Angehörige
dieser Jugendbewegung sammelt, als
Fehlleistung bezeichnet und vor
einer unnötigen Kriminalisierung
von Randgruppen gewarnt (NP berichtete).
Mocklinghoff: Die betreffende Kartei
sei überprüft worden,
und auch der Datenschutzbeauftragte
hatte die in die Kartei aufgenommenen
Fälle ausnahmslos als rechtlich
unbedenklich eingestuft.
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