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Hannover/(Osnabrück. Anders
als die Beteiligten und auch anders
als unser Mitarbeiter (vgl. taz
vom Montag) nahm die Hannoversche
Lokalpresse den bei uns mehrfach
angekündigten "Chaostag" wahr.
Auf vielfachen Wunsch unserer an
Ausgewogenheit interessierten Leserschaft
daher hier noch ein paar Details
vom Punkerterror am Samstag Wir
entnehmen diese im Originalzitat
der
Hannoverschen Allgemeinen" (HAZ)
und der "Neuen Presse" (NP):
In Hannover versammelten sich nach
Polizeiangaben mittags rund 600
Demonstranten. davon etwa die Hälfte
Punker, meist sehr junge Leute in
zerrissener, farbverschmierter Kleidung
und mit buntgefärbten Haaren.
In ihren Reihen kreisten reichlich
Bierdosen und Flaschen, Schnaps
und Wein (HAZ). Was in den der linken
Szene zugeordneten Gazetten in Anzeigen
als
Chaotentag angekündigt war,
bot zunächst ein solch friedfertiges
Bild, wie der ständig nickende
Weihnachtsmann in einem Kaufhausschaufenster
(NP).
Während von den Punks bis
zu diesem Zeitpunkt keine Gewalt
ausging, warfen mit Ketten und Steinen
bewaffnete Krawallmacher Bier- und
Schnapsflaschen gegen einen Mannschaftsbus
der Polizei und auf Passanten (NP).
Als Punks und Randalierer trotz
Aufforderung der Polizei, die nicht
angemeldete Demonstration gegen
die Punker-Kartei aufzulösen,
mit Stein und Flaschenwürfen
antworteten, gingen die Beamten
mit Schlagstöcken und Reizgas
(CS) vor. "Scheiß-System-",Bullenterror
, "Wir wollen Steine sehen , johlte
die Menge (NP). Die Bilanz: Neun
leicht und ein schwerverletzter
Polizist, 60.000 Mark Sachschaden
30 zerstörte Schaufensterscheiben
(NP). Bei dem Versuch, einen Festgenommenen
zu befreien, stürzte ein 23
Jahre alter Demonstrant in eine
Schaufensterscheibe und zog sich
schwere Verletzungen zu (HAZ).
Zu Krawallen ist es in der Nacht
zu Sonnabend während eines
Konzertes der Rockband Dead Kennedys
in Osnabrück gekommen. Sechs
Polizeifahrzeuge wurden bei der
fünfstündigen Auseinandersetzung
beschädigt. Nach Angaben der
Polizei hätten wütende
Punker die Straße aufgerissen
und Fahrbahnplatten geschleudert.
Die Beamten konzentrierten sich
darauf, die Innenstadt zu sichern,
nachdem Flugblätter verteilt
worden waren, auf denen es hieß:
"Die Punk-Szene lädt ein, nach
dem Konzert ihr heiß geliebtes
Einkaufszentrum in Schutt und Asche
zu legen - Letzte Möglichkeit,
Weihnachtseinkäufe einzuplündern"
(HAZ).
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