Strafanzeige eines Augenzeugen Bei "Chsos-Tagen” angeblich Betrunkenen absichtlich angefahren
ram. Bremen (Eigener Bericht) - Aufgrund der Strafanzeige eines Augenzeugen hat die Bremer Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer eines Polizei-Transporters eingeleitet, der während der "Chaos-Tage” von Punkern in Bremen möglicherweise vorsätzlich einen jungen Mann angefahren haben soll. Der Polizist gab eine Verkehrsunfall-Anzeige zu Protokoll. Der Zeuge, ein 23jähriger Koch, sagte gegenüber der SZ, er sei am Samstagmorgen gegen fünf Uhr durch Geschrei auf der Straße aufmerksam geworden. Aus dem Fenster seiner Wohnung habe er gesehen, wie ein Einsatzfahrzeug der Polizei den Betroffenen, der ”über die Kreuzung torkelte”, im Schrittempo "vor sich hergeschoben” habe. Dann habe der Fahrer zweimal plötzlich Gas gegeben und den Mann von hinten angestoßen. Der so drangsalierte Mann sei "plötzlich zusammengebrochen”. Das Fahrzeug habe ihn mit dem linken Vorderreifen überrollt.
Zwei weitere Zeugen, ein 22jähriger Student und ein Taxifahrer, bestätigten den Vorfall. Der Student sagte, als er sich an Ort und Stelle bei der Polizei als Zeuge gemeldet habe, sei ihm damit "gedroht” worden, daß Falschaussagen strafbar seien. Ein Pressephotograph sagte, er habe zwar gesehen, daß der Mann von dem Fahrzeug "umgerempelt”, aber nicht, daß er überrollt worden sei.
Der Betroffene selbst, ein 20jähriger Gärtner, sagte der SZ, er sei "gut angetrunken” gewesen und könne sich nicht daran erinnern, ob er überrollt worden sei. Er sei ein paar Mal von hinten angestoßen worden und dann hingefallen. Er erinnere sich dann nur noch an den Krankenwagen und das Krankenhaus. Er habe Schmerzen beim Atmen in der linken Brusthälfte, in der linken Schulter, an einer Ferse und einem Knöchel. An beiden Beinen habe er schwere Blutergüsse. Auch er werde Anzeige erstatten.
Die Polizei hatte zunächst erklärt, der offensichtlich angetrunkene Passant sei vor das Einsatzfahrzeug gelaufen und habe sich dabei verletzt. Mit Hinweis auf das laufende Verfahren wollte die Polizei jetzt keine weiteren Auskünfte geben. Innensenator Ralf Borttscheller (CDU), kritisierte, daß der Koch, der Hauptzeuge, mit Hilfe des "Anti-Rassismus-Büros” zu einer Pressekonferenz eingeladen hatte. Dieses Büro sei der Kristallisationspunkt der gewaltbereiten linksextremistischautonomen Szene in Bremen.
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