Er wagt das Unfassbare: Er fordert die ganze Menschheit heraus! Und keine Armee kann ihn aufhalten!

Spiritus Rector

Der Geistige Brandstifter

Wie eine Granate hat der CANNIBAL HOME CHANNEL in Eure Hirne eingeschlagen, und wir wissen, daß viele von Euch schon gebannt von Nachricht zu Nachricht hecheln, um mehr über die apokalyptische Zuspitzung in den Zentren unserer Zivilisation zu erfahren. Obwohl Ihr bis heute nicht wißt, was sich hinter dem Ausdruck "Neokannibalismus" verbirgt, haßt oder liebt Ihr uns - je nachdem ob wir Euer Leben bereichern oder nur stören.

Nachdem Ihr so nun schon ein kleines Stück des Weges mit uns gegangen seid, ist es nun an der Zeit, Euch ein wenig über die Hintergründe unseres faszinierenden Kannibalenkanals aufzuklären. Endlich werdet ihr von unserer Sicht der geschichtlichen Entwicklung erfahren, wie wirdie gegenwärtige Situation analysieren und welche Konsequenzen sich aus ihr ergeben. Erfahrt alles über die Weltanschauung des NEOKANNIBALISMUS!

Macht Euch auf Analysen und Schlußfolgerungen gefaßt, die Euch in dieser Offenheit bisher niemand um die Ohren geschlagen hat! Ihr werdet Euer ganzes Leben aus völlig anderen Augen sehen und zum Schluß begreifen, daß die kommende Entwicklung vorprogrammiert ist!

GRUNDLAGEN DES NEOKANNIBALISMUS

Die Menschheit befindet sich in einer ausweglos erscheinenden Sackgasse - aber das brauche ich Euch sicher nicht zu sagen! Selbst dem einfachsten Gemüt ist mittlerweile klar, daß die Lage allmählich ganz schön eng wird, und weil kein konkreter Ausweg am Horizont erscheint, wird einfach so weiter gemacht wie bisher.

Zum grundsätzlichen Verständnis der heutigen Situation solltet Ihr Euch vor Augen halten, daß diese Sackgasse in ihrer Dimension einmalig ist. Denn prinzipiell hat sich bisher - die Natur an der Gesetzmäßigkeit orientiert, daß es auf alles ein Gegengewicht gibt.

Ein kleines Beispiel:Wenn eine Landschaft besonders hervorragende Lebensbedingungen etwa für Karnickel bietet, dann ist die Karnickelplage vorprogrammiert. Im Nullkommanix hoppeln wahre Horden durch die Landschaft, was allerdings ihrer Feinde - etwa Füchse und Wölfe - sehr angenehm finden und dementsprechend nun öfter Karnickel auf dem Speiseplan haben. Womit wir schon einmal ein Gegengewicht zu den Karnickeln definiert haben.

Das schöne Leben von Karnickeln, Wölfen und Füchsen findet ein Ende, wenn die Karnickel in ihrer Maßlosigkeit die Landschaft kahlgefressen haben und an einer kräftigen Hungersnot zu leiden beginnen. Womit das zweite Gegengewicht auf dem Tisch ist. Also: Gegengewichte gibt´s von unten - die Begrenztheit der Nahrung - und von oben - die natürlichen Feinde, und das Resultat schimpft sich "Gleichgewicht".

Ohne dieses Prinzip des Gleichgewichts hätten die Fleischfresser schon längst die totale Herrschaft über den Planeten eingenommen und einfach alles weggemampft. Es gibt ein Gegengewicht: Sie sterben vorher an Hunger! Die Zahl der Fleischfresser und ihrer Opfer reduziert sich einfach gegenseitig. Sobald die Fleischfresser zuviel Erfolg gehabt haben, haben sie zwangsläufig danach weniger Erfolg...

Unsere gesamten Probleme haben nun damit zu tun, daß die Menschheit es geschafft hat, genau diese Gesetzmäßigkeit auszuschalten - wenn auch nur bis einem bestimmten Punkt. Sie haben ihrer natürlichen Feinde so geplättet, planmäßig ausgerottet oder in Zoos gesteckt, durch immer effektiveren Ackerbau und Viehzucht so viel Nahrung im Überfluß produziert, daß der Gegenausschlag ausbleibt, aber natürlich nicht für alle Ewigkeit. Aber je mehr sich der Gegenschlag verzögert, desto heftiger muß er natürlich werden - das verlangt schon das Prinzip des energetischen Gleichgewichts!! Dann krachts richtig!

Das Resultat maßloser Expansion sind 5 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, aber - und jetzt wirds heikel - keine Massen von glücklichen Menschen, sondern Massenarmut, Massenelend und Gewalt für den größten Teil der Menschheit sowie eine systematische Zerstörung der Erde.

Für die Minderheit in den "entwickelten Ländern" sieht die Lage auch nicht unbedingt rosig aus: Die Zeiten des unbegrenzten Überflusses sind auch hier vorbei, die Armut wächst und die seelische und geistige Gesundheit des Durchschnittsbürgers gerät immer mehr aus dem Gleichgewicht.

Ja, das waren noch Zeiten, als man wenigstens die Möglichkeit hatte, sich einfach zu verpissen. Millionen sind in den letzten Jahrhunderten z.B. nach Amerika ausgewandert, um der hoffnungslos erscheinenden Situation im Heimatland irgendwie zu entrinnen. Heute sieht´s in der Beziehung allerdings verdammt schlecht aus. In welche "frei" erscheinende Gegend dieser Welt könnte man heute schon auswandern?

Diese Situation verschärft einerseits die Regulationsmechanismen in den einzelnen Gesellschaften, und andererseits fühlt sich der Einzelne immer mehr von der objektiven Ausweglosigkeit erdrückt - egal, ob bei uns oder in Ghana!

Der Planet Erde und die "Zivilisation" seiner Bewohner steht vor dem Kollaps, weil es kein Regulativ gibt, um die immer aggressivere Expansion der Menschheit einzudämmen. Denn da es nun mal kein grenzenloses Wachstum in einer Welt mit begrenzten Ressourcen gibt, muß es einfach irgendwann krachen.

Die ganz klugen, die Ökos, die Grünen und Vieldenker behaupten nun, daß ein Fehlen des natürlichen Regulativs nur durch die Schaffung von freiwilliger Selbstbeschränkung ausgeglichen werden kann. Das Ziel soll sein, zu einem "natürlichen Leben" zurückzukehren und im Einklang mit der Natur zu leben.

Das dumme dabei ist nur, daß es nichts an sich"unnatürliches" gibt. Ist es "natürlich", wenn ein Karnickel eine Höhle buddelt? Wenn der Mensch in Höhlen haust? Oder in Holzhäusern? Oder erst in Steinhäusern oder gar Betonburgen? Wo ist die Grenze? Wer entscheidet, ob eine Stereoanlage "unnatürliche Zivilisation" ist oderein "natürliches" Unterhaltungsgerät. Oder muß man dafür ein Klavier oder gar eine Trommel bauen?

Man kann die Sache aber auch anders rum sehen: Es ist natürlich, daß Menschen sich wie Scheiße benehmen, Müll erzeugen, die Landschaft verdrecken und dann weiterziehen! Denn jedes Tier handelt so, scheißt in die Wildnis, wo´s gerade passt, und schert sich dabei einen Dreck um die Folgen. Und im allgemeinen wird die Natur spielend mit den Folgen fertig.

Wer also die Menschen zu einem "natürlichen Leben" zurückführen will, indem er sie zwingt, möglichst "unnatürliche" Verhaltensnormen anzunehmen, kann dies nur durch ein Mehr an Unterdrückung erreichen. Ein Mehr an Unterdrückung heißt in diesem Fall auch die Erzeugung von ständigen Schuldgefühlen bei den Menschen. Die Gesellschaft unter der Öko-Diktatur wird eine lustfeindliche und zutiefst unmenschliche - ich möchte da nicht leben! Kein Wunder, daß manche Leute - gerade Punks - es als geradezu befreiend erleben, kräftig in der Gegend herumzumüllen, denn genau dieses Verhalten ist zutiefst menschlich!

Doch was ist überhaupt "menschlich"? Inwieweit ist ein menschliches Bedürfnis akzeptabel, ein anderes nicht?Wieso ist es Scheiße, wenn ein Vater es mit seiner Tochter treibt? Wieso okay, wenn man ein Schwein frißt - aber rammeln darf ich es nicht! Wieso ist es nicht okay, einen Menschen zu fressen - aber begatten darf ich ihn!

Moral ist gesellschaftlich gemacht, folglich änderbar. Sie ist frei definierbar, und viele Völker haben das nach Herzenslust getan. Es gab Azteken, die die Herzen in Serie rausgerissen haben, und alles fanden das okay oder zumindest ganz normal. Es gab Kannibalen, die Menschen gefressen haben, Urmenschen, die das soundso gemacht haben. Waren das alles Monster? Oder sind wir die Monster, weil wir riesige Tierfabriken errichten und die Erde, unser Mutter, in eine Dreckhalde verwandeln, wo kaum noch ein Platz von Menschen verschont bleibt?

Und sogar wenn man - wie manche kluge Ideologen - einfach mal davon ausgeht, daß an dieser Entwicklung nur ganz wenige und zudem ganz bestimmte Menschen (z.B. Kapitalisten/Juden/Freimaurer etc.) schuld sind, deren Macht es nur zu brechen gilt, so sollte doch eines klar sein: Man kann die Arschlöcher nicht einfach ausrotten, weil sie halt immer wieder in großer Zahl nachwachsen. Es muß sie wohl geben Die wendigen Geschäftsleute, die Machtmenschen, die Unterdrücker.

Aber um der Menschheit überhaupt die Chance zu geben, eine Antwort auf die Frage nach einem menschenwürdigen Zusammenleben zu geben, wird sie vielleicht noch ein paar hunderttausend Jahre brauchen, und die hat sie leider nicht.

Die Apokalypse steht vor der Tür, auf die eine oder andere Weise, und weil dies wahrscheinlich nicht in Form einer plötzlichen Katastrophe geschieht, wird sich unser Leben täglich mehr und mehr in einen Höllentanz verwandeln.

Die dritte Welt wird dabei zur Hölle 1.Grades werden, die man der Bequemlichkeit halber lieber erst gar nicht wahrnimmt, wobei die Annahme eines "Sturms auf die Festung Europa" ziemlicher Unsinn ist. Die Typen packen es eh nicht, hier rüber zu kommen, weil sie vorher einfach verrecken werden. Wenn die Asyltore erst einmal zu sind, ist soundso Schluß, und die Naivlinge, die meinen, man müßte sie gefälligst alle reinlassen, sind eigentlich nur Masochisten, die uns alle ein wenig abstrafen wollen. Sicher eine verständliche Haltung, aber auch nicht gerade konstruktiv.

Im Gegensatz zu den erwähnten Masochisten wird es mir NICHT gefallen,wenn sich meineKronkorkensammlung bei einem Riot in Flammen auflöst, und ich werden sie wahrscheinlich mit Zähnen und Klauen verteidigen. Aber eigentlich fragt mich ja eh keiner ob es mir gefällt oder nicht, weil es einfach passieren wird, passieren MUSS. Andererseits will ich mich auch gar nicht erst mit kleinlichen und weinerlichen Rezepten herumschlagen, die nur sicherstellen, daß auch ja alles so bleibt, wie es ist. Denn ohne RADIKALE ÄNDERUNGEN gibt es keine Lösung!

Ja, so ist das mit dem Denken: Wenn man einmal damit angefangen hat, ist ein Ende so schnell nicht in Sicht. Und die Frage nach der Lösung, der Alternative, nach dem "Wie weiter" bleibt einfach im Raum stehen.

Und diese Frage ist nun einmal einfach da,denn klar ist, daß es tatsächlich weitergehen wird, so oder so, mit oder ohne Menschen. Die Geschichte interessiert sich ja bekanntlich nicht für die Tatsache, ob da ein kluger Schreiber am Rand steht, um alles fein säuberlich aufzuzeichnen.

Aber bevor im mich nun völlig in der Unendlichkeit verliere, noch einmal die entscheidende Frage: Gibt es eine Lösung in dieser Situation?

Nun, jedenfalls keine, die für die meisten Menschen sehr angenehm ist. Denn der Punkt ist überschritten, wo noch humane Konzepte zur Lösung der bestehenden Probleme greifen könnten. Die Karren ist einfach zu weit in die Scheiße gefahren.

Die einzige Chance für einen Neuanfang liegt wohl in der Beendigung des Experiment "Menschheit als Masse"! Nur eine erwähnte radikale Lösung kann also eine zweite Chance herbeiführen.

Also heißt es, mal wieder alles auf Null - zurück auf LOS - zu bringen und 99 Prozent de Menschheit zu terminieren. Nicht die besten, nicht die schlechtesten (Wer sollte das auch entscheiden?!), sondern einfach irgendwen, damit munter weiterexperimentiert werden kann und man einfach auch mal abhauen kann.

So oder so: Entweder es geschieht von alleine, oder man nimmt die Sache selbst in die Hand!

Selbst in die Hand nehmen wollen das z.B. Faschisten, die so tatsächlich ein Konzept zur Lösung der Menschheitsprobleme parat haben. Das dieses Konzept letztlich auf dem Prinzip des Massenmords basiert, ist da eher zweitrangig.

Das schöne daran ist, daß es sogar politisch durchsetzbar ist: Die Reduzierung der Menschheit bei Erhaltung des eigenen Volkskörpers. Sehr praktisch für den Sieger, äußerst unpraktisch für die Unterlegenen. Hat zudem den Nachteil, daß die enorme Gefahr eine nuklearen Weltkrieges besteht. bei dem nicht eine Reduzierung, sondern gleich eine endgültige Vernichtung allen Lebens droht.

Ein prima Weg für Faschisten, dieses Problem anzugehen, wäre also nicht über Krieg, sondern über Spezialkommandos, vielleicht auch Selbstmordkommandos, die gleichzeitig in verschiedene Länder geschickt werden, und dort z. B. bakteriologische Waffen zünden - mit Bakterien, die natürlich eine bombige Ansteckungsgeschwindigkeit haben! Das Gegenmittel könnte gleichzeitig an die Bewohner des eigenen Staates ausgegeben werden - Und wuppwupp, schon ist der Planet gesäubert von den überflüssigen Menschen!

Da müßte man aber auch schauen, daß man ein paar Negerstämme oder andere Völker, die man als Sklaven halten möchte, auch noch mit dem Gegenmittel versorgt!

Der Vorteil dieser Lösung: Sie ist politisch leicht durchsetzbar, weil zum Schluß ja nur noch das eigene Volk übrigbleibt, das über die Ressourcen eines kompletten Planeten verfügen kann und deshalb weder auf Auto, Stereoanlage oder Gummibärchen zu verzichten braucht. Die technischen Fortschritte, die Ärzte, Fernsehprogramme, Bequemlichkeiten etc. bleiben erhalten, was den Überlebenden also weiterhin einen hohen Lebensstandard garantiert.

Neben der faschistischen gibt es aber auch noch eine eher anarchistische Lösung, die bis zum Letzten auf das freie Spiel der Kräfte vertraut. Eine Entwicklung, die wir Neokannibalen für sehr wahrscheinlich halten und uns deshalb schon heute darauf einstellen!

Die Selbstreinigung auf anarchistischer Basis setzt auf Kräfte, die einfach entstehen, weil sie nötig sind. Ähnlich wie bei der Sache mit den Karnickeln, wo die Anzahl der Karnickel einfach durch ein Gegengewicht reduziert werden.

Das Gesetz der Selbstregulierung kann nämlich auch ganz anders angewandt werden: Der Einsatz individuellen Selbsterhaltungstriebes diesmal nicht zur Verschärfung der Gesamtlage, sondern zur DEZIMIERUNG der eigenen Anzahl! Oder anders gesagt:

MENSCHEN FRESSEN MENSCHEN!

Das anarchistische daran ist, daß dies nicht durch Verordnung von oben, durch politischen Willen geschähe, sondern durch einen ganz natürlichen Zerfallsprozeß.

Die Gesellschaftsordnung, in deren Rahmen dieses Gesundschrumpfen der Menschheit statt findet, nennen wir die NEOKANNIBALISTISCHE GESELLSCHAFT. Sie ist geprägt durch eine von High-Tech dominierte Informationsgesellschaft, der eine verarmte Masse von Ausgeschlossenen und Unterprivilegierten gegenübersteht.

Die neokannibalistische Gesellschaft wird sich in drei Klassen unterteilen:

- DIE BÜRGER

Als Relikt vergangener Tage stellen sie zunächst die Mehrheit da - eine Mehrheit aber, die ständig schrumpft, weil immer größere Teile von ihr in Armut versinken. Die Bürger lassen sich in ihrer politischen Ohnmacht und Einflußlosigkeit von den Ereignissen treiben, verfügen aber, da sich aus ihren Reihen die Masse der Verwaltungs- und Dienstleistungsjobs Armee und Polizei rekrutiert, über einen gewissen materiellen Wohlstand. Diesen Status verteidigen sie mit aller Macht. Sie sind bereit, alles zu tun, um nicht in die Armut abzugleiten, und ihr höchstes Ziel ist der Aufstieg in die Informationselite.

- DIE INFORMATIONSELITE

Aus dieser Klasse rekrutieren sich die wahren neuen Machthaber, und trotz ihrer heterogenen Struktur und Einkommensverhältnissen haben sie eines gemeinsam: Sie wissen sich der Hi-Tech-Informationsstränge dieses Planeten zu bedienen und sind in der Lage, diesen Informationsvorsprung für eigene Interessen zu nutzen. Wobei die Mehrheit der Info-Elite dies zur Mehrung von eigenem Reichtum und Macht und eine Minderheit zu Sabotage und Subversion nutzen wird - die sog. "Cyberpunks".

- DIE TIERMENSCHEN

Diese ständig wachsende Klasse wird sich in einem ständigen überaus harten Überlebenskampf befinden, weil sie ausgegrenzt und verarmt am Rande der Gesellschaft dahinvegetiert. Zurück zur Steinzeit. Der Abfall der Gesellschaft. Das einzige Interesse: Fressen, fressen, fressen!

Da wird es Tiermenschen geben, die ihren Abstieg aus der BÜRGER-Klasse noch sehr gut in Erinnerung haben und um alles in der Welt wieder ihren alten Stand erreichen wollen. Sie sind anfällig für faschistoide Konzepte und suchen nach Möglichkeiten, nach unten zu treten.

Neben der völlig unpolitschen Masse an Tiermenschen gibt es aber auch die, die aus purer Verweigerungshaltung in die niederste aller Klassen abgerutscht sind. Darunter Intellektuelle, Polit-Aktivisten und Religiöse. Es entsteht ein obskures Gemisch aus einer neuen Religion , die sich die Befreiung der Erde von dem Element, das sie vergewaltigt, auf die Fahne geschrieben hat und einer radikal-anarchistischen Haltung, die sagt: Wenn die Gesellschaft uns nicht will, dann brauchen wir keine Rücksichten mehr zu nehmen, wir fressen sie einfach auf!

Das ist die Wiederauferstehung des Kannibalismus.

Der natürliche Bündnispartner dieser politisch handelnden Tiermenschen sind die "Cyberpunks", die in den weltweiten Computernetzen Informationsvergiftung und andere Formen der Sabotage betreiben, während auf den Straße die Neuen Kannibalen alles daransetzen, ihre Feinde - und damit die herrschende Gesellschaftsordnung - aufzufressen.

Diese radikalste Form des Widerstandes wird solange auf sich warten lassen, wie es für viele noch die soziale Hintertür gibt: Sozialhilfe, irgendeine Hilfe. Wenn aber auch diese letzte Sicherheit gefallen ist, dann fällt die soziale Beißhemmung.

Die Frage, die sich viele dann stellen: Was hat man davon, wenn maneinen Feind tötet? Nun, zumindest einmal, daß er nicht mehr DA ist, folglich auch nicht mehr Feind ist. Mehr bringt´s allerdings nicht, weil sich die eigene Situation nicht wirklich verbessert.

Die radikalen Tiermenschen jedoch sehen das ganz anders: Sie können den getöteten Feind ESSEN und somit ihr eigenes Leben qualitativ verbessern. In dem Augenblick, wo man die Feinde auffrißt, wird insgesamt die Situation verbessert: Der Feind ist weg - der Magen voll! Ein revolutionärer Akt, der in seiner durchschlagenden Wirkung schnell Schule macht.

Dies ist die NEOKANNIBALISTISCHE GESELLSCHAFT, und sie heißt so, weil der Neokannibalismus die bestimmende Kraft ist. Eine kreative Kraft, die das Ergebnis menschlicher Fehlentwicklung wieder auf ihren Ursprung zurückwirft und so der Menschheit eine zweite Chance verschafft.

Nun, wie gefällt Euch diese Aussicht auf eine Zeit, die wir alle noch erleben werden? Eine Zeit, in der CHAOS-TAGE kein Treffen radikaler Punks mehr sein wird - sondern der Überfall eines hungrigen Mobs auf die angsterfüllten Bürger? Wenn statt Bratwürsten Menschen in den Hinterhöfen gegrillt werden, weil dies die letzte Chance aufs Überleben ist?

Ja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Wer um die wichtigsten Fragen des Überlebens ein Tabu setzt, muß damit leben, selbst eines Tages diese Fragen nicht mehr lösen zu können - weil man nämlich selbst schon auf dem Grill dahinschmort!

Auch wenn wir vom CANNIBAL HOME CHANNEL die humane Lösung wollen und keine Gewalt, keinen Massenmord und keine Diktatur: Die Konsequenz der gegenwärtigen Entwicklung wird sich aus genau diesen Elementen zusammensetzen! Wir geben Ausblick auf eine Welt von morgen, die schon jetzt drängend an die Tür klopft. Wir sollten für diese Welt gewappnet sein und uns in ihr zurechtfinden können, und deshalb nennen wir uns schon jetzt die NEOKANNIBALEN. Wir sind bereit für die Zukunft, weil wir schon jetzt alle Vorformen der neokannibalistischen Gesellschaft beobachten.

Zum Beispiel die CHAOS-TAGE

ARRUUUK!

Die menschliche Zivilisation muß vernichtet werden! Sofort!