Er wagt das Unfassbare: Er fordert die ganze Menschheit heraus! Und keine Armee kann ihn aufhalten!

Spiritus Rector

Der Geistige Brandstifter

JOURNALISTEN SIND MÖRDER!

Sie sind so unschlagbar in ihrer Blutgeilheit, daß selbst Massenmörder dagegen verblassen. Mit schnellem Strich wird so ganz nebenbei die Zahl von Erdbebenopfern um ein paar Tausend erhöht, und wenn sich in Gorleben ein Reporter vor die Kamera stellt und brüllt: "Es herrscht Krieg!", dann bohrt sich das blutige Schlachtengetümmel wie aus dem Nichts in die Köpfe der Zuschauer. Mit zielsicherem Instinkt für leichtfertiges und legales Morden folgen sie unbeirrt dem Blutgeruch, bis das Opfer niedergemetzelt ist.

Früher, als es noch nicht hieß "Soldaten sind Mörder", da waren Soldaten die Helden. Ganze Generationen trugen mit stolzgeschwellter Brust Uniform und Gewehr. Heute sind Soldaten die unbeliebten und abgelehnten Männer fürs Grobe, während die neuen und bewunderten Helden von heute ihre Morde an der Schreibmaschine begehen.

Auch wenn es auf den ersten Blick anders aussieht: Soldaten und Journalisten sind Brüder vom gleichen Stamm, die eben jeweils ihren Teil der Drecksarbeit leisten. Ihr täglich Brot ist die Tatsache, daß unsere Zivilisation ein unübersehbares, stinkendes und blutiges Geschwür ist. Eine Welt ohne Gewalt, Terror und Unterdrückung würde sie arbeitslos machen, und deshalb MÜSSEN einfach unaufhörlich Widerlichkeiten geschehen, damit es Zeit für den beruflichen Kampfeinsatz wird. Denn in einer Zeit, in der Nachrichten ohne Blut keine richtigen Nachrichten mehr sind, kann es gar nicht blutig genug zugehen.

Söldnern gleich zieht die Journaille von Thema zu Thema, wobei die eigentlichen Hintergründe keine Rolle spielen. Es reicht, daß ein paar zielsicher hingeschmierte Worte Gewehrsalven gleich die Hirne der Menschen erreichen und dort ihre Wirkung tun. Eine Wirkung, die nicht ersichtlich ist anhand der aufgetürmten Leichenberge, sondern in Form von Auflagen- und Zuschauerzahlen sowie dem damit zusammenhängenden Sold, der das Leben des erfolgreichen Journalisten verschönert.

In einer Welt, in der für die Menschen die seligmachende Existenzberechtigung darin besteht, den eigenen Auftritt beim GLÜCKSRAD per Videorecorder aufzeichnen zu können, haben diese Menschenjäger leichtes Spiel. Und so sind Journalisten zwar Mörder, aber auch gleichzeitig die Schöpfer von neuem Kunstleben aus der Retorte. 10 Musikjournalisten, die gemeinsam beschließen, einen neuen Musiktrend ins Leben zu rufen, locken schnell Millionen in Plattengeschäfte und vor die Fernsehschirme. Wahre Legionen von "Musikern" greifen den gehypten Sound in Windeseile auf, nur um ihn schon bald gegen den nächsten Trend auszutauschen. Immerhin: So lassen sich Arbeitsplätze schaffen...

Auch die Chaos-Tage haben ihre erfolgreiche Wiedergeburt im Jahr 1994 in erster Linie dem Blutrausch der Medien zu verdanken. Mit dem sicheren Gefühl für eine spannende Science-Fiction-Story haben Leute wie Rüdiger Finke, Klaus Gembolis und Tom Junkersdorf bizarre und bunthaarige Punk-Gestalten durch Hannover toben lassen und so eine Legende mit enormer Ansteckungsgeschwindigkeit geschaffen. In ihrer unersättlichen Gier nach Ruhm und Geld ist es ihnen nämlich gelungen, bundesweit in vielen Zeitungen den herrschenden Bedarf an Gruselgeschichten zu decken und ihre Berichte in leicht modifizierter Form gleich mehrfach zu verkaufen.

Sie haben ein so elementares Interesse an gewalttätigen Chaos-Tagen, daß jede anderslautende Entwicklung auf absolutes Desinteresse stößt. Was haben in den Tagen nach den Chaos-Tagen 1994 die verschiedensten Leute den Journalisten die Ohren vollgeheult, daß es überhaupt kein "Schutt-und-Asche"-Flugblatt gab! Bis auf eine kurze Spiegel-Notiz hat diese Tatsache aber absolut keine Erwähnung gefunden.

Als dann aber im Jahr darauf in einer klar gekennzeichneten Parodie auf die Lügengeschichten von Junkersdorf & Co. für die anstehenden Chaos-Tage die "Vergewaltigung von Polizistinnen" angedroht wurde, da waren die schreibenden Aasfresser plötzlich wieder zur Stelle, um sich über die unglaublichen Perversitäten der gemeinen Punk-Verbrecher auszulassen.

Blut ist der Saft, auf den die Journalistenmeute scharf ist, und Blut ist gleichzeitig die Droge, die sie zu den unglaublichsten Höchstleistungen antreibt und ihnen die faszinierende Kraft und Macht verleiht, die Puppen tanzen zu lassen. Sie sind in der Lage, mit Worten virtuelle Kriege zu erzeugen und den Terror durch Hilfe von Druckerschwärze und Sendemasten zu simulieren und erst recht zu stimulieren.

Das Morden geht ganz leicht von der Hand, denn als Journalist macht man sich nicht die Hände schmutzig. Das Blut vergießen schließlich die anderen, die Soldaten, die Verbrecher, oder zur Abwechslung auch mal Nazi-Skins oder Gewalt-Punks. In diesem Licht erscheint der Journalist als wirklicher Held, der dem perversen Treiben der leibhaftigen Mörder durch schonungslose Berichterstattung ein Ende bereiten will.

Ja, sie sind die Hüter der Freiheit und halten flammende Reden über das Grundrecht auf Pressefreiheit. Virtuelles Töten, ohne dafür in den Knast zu kommen, das ist die Freiheit, für die ein Journalist kämpft. Eine Freiheit, die es möglich macht, voller Lust und Hingabe die Seelen der Menschen zu vergiften. Und einer der wenigen Berufe, der es einem auf völlig legale Weise ermöglicht, diese tiefen und natürlichen Triebe des Menschen zu befriedigen.

Deshalb bin ich Journalist, und deshalb gibt es den CANNIBAL HOME CHANNEL. Das Banner der Freiheit und der Vorkämpfer des Neokannibalismus, denn im Grunde ihres Herzens sind alle Journalistenschon jetzt Neokannibalen. Sie haben es nur noch nicht gemerkt!

Auch wenn sie sich als aufklärende Instanz zur Verbesserung der Gesellschaft darstellen, so sind sie dabei in Wahrheit weder konservativ, liberal oder fortschrittlich, sondern ausschließlich subversiv und zersetzend. Sie sind die willigen Werkzeuge des Neokannibalismus und damit tatsächlich die "Helden der Freiheit", für die sie sich halten. Nur eben völlig anders als sie denken.

Sie pflanzen mit unaufhörlicher Hingabe den Dreck in die Herzen der Menschen, sei es nun als Musik-, Politik oder Unterhaltungsjournalisten. Jeder auf seine Weise, jeder so gut er kann, jeder leistet seinen Beitrag, daß schon bald heißt: MENSCHEN FRESSEN MENSCHEN!

Also sind Journalisten keineswegs unsere Feinde, denn sie sind ein zentrales Element im Kampf für die Rettung der Menschheit.

JOURNALISTEN SIND MÖRDER.
JOURNALISTEN SIND UNSERE FREUNDE!

ARRUUUK!

Die menschliche Zivilisation muß vernichtet werden! Sofort!