Schon immer hat denn Menschen
eines nach vorn getrieben: die Lust
auf das Abenteuer. Ob zur See zu
fahren und gegen Moby Dick zu sehen,
ob in den Krieg zu ziehen und die
Gedärme seiner Freundes auf
dem Hemd zu haben, das Abenteuer
ist es, was zählt.
Doch was, wenn die Welt nicht
mehr abenteuerlich ist? Was, wenn
die Wälder, in denen Ronja
Räubertocher rumlief, zubetoniert
wurden? Wenn Eltern, Schule und
Erzieher es nicht schaffen, eine
erfüllte Kindheit zu geben?
Ganz einfach, dann suchen sich die
Kinder selbst ihre Abenteuer, wie
sie von Anthony Burgess in seinem
"Uhrwerk Orange" beschrieben werden.
Schon in denn fünfziger Jahren
sah er , daß die Jugend in
Zukunft keinen anderen Ausweg als
die Gewalt sehen werden.
Auch Horvat beschrieb in seinem
"Jugend ohne Gott" wie junge Menschen
zum Töten kommen, wenn sie
nicht genug Liebe bekommen. Das
Bilden von Banden ohne Erziehung
oder Werte muß so zwangsläufig
zu dem Zustand führen, der
in William Goldings "Herr der Fliegen"
beschrieben wird.
Tatsache ist: Gestern war es ein
Gefühl von Freiheit, mit der
Harley Davidson durch die Gegend
zu fahren, Heute sind es Randale,
sind es morgen vielleicht Menschenopfer?
Wir leben in einem Zeitalter, in dem immer mehr neue Erkenntnisse über uns einbrechen .Analverkehr ist schon lange kein Tabuthema mehr. Und auch sonst sind Sachen, wie Akupunktur, die wir früher als abartig bezeichnet haben, heute gang und gebe.
In einer Modernen Gesellschaft
wie der unseren, muß man Gewalt
nicht mehr als zu vernichtendes
Übel sehen, sondern vielleicht
als etwas immer uns umgebendes.
Viele Heilmittel aus der Antike
und den indianischen Kulturen werden
in letzter Zeit wieder aufgearbeitet.
Vielleicht wWird in der Postmoderne
auch der Kanibalismus wieder neu
entdeckt...?
Manuel L. Homeyer, Bremen
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