| So wie die Expo
Millionen von Gäste erwartet,
erwartet sie auch ungebetene Gäste.
In allen größeren norddeutschen
Städten bereitet man sich auf
die Weltausstellung vor. An den Bahnhöfen
geschehen riesige Umbauarbeiten. Auch
Bremen, das millionenhoch verschuldet
ist, baut für weitere 10 Millionen
seinen Bahnhof aus. Dadurch, daß
der Bahnhof nur der Expo wegen umgebaut
wurde, bekommt die Stadt Zuschüsse.
So ist der Bremer Bahnhof seit
einem Jahr eine Baustelle, und schon
jetzt ist klar, daß er bis
dahin nicht fertig wird. Auch Hannover
wird es wohl nicht schaffen, termingerecht
fertig zu werden.
Wenn diese Baustellen nun nicht
bis zum 10.7.00 verschwunden ist,
besteht die berechtigte Angst vor
einer Gewalt und Zerstörung
von nie geahntem Ausmaß. Baustellen
sind, wie man weiß, voll von
Steinen, Stangen und Werkzeugen,
die als Waffe viel Zerstörung
anstellen können. Bauzäune
und Schutt können schnell zu
Barrikaden umfunktioniert werden.
So könnten schon einige hundert
Punks sich in nicht mal einer halben
Stunde äußerst wirksam
im Hauptbahnhof verschanzen. Das
Eindringen der Polizei wäre
äußerst schwierig, da
sie nicht mit Räumfahrzeugen
in den Bahnhof eindringen könnte.
Außerdem wäre der Zugverkehr
lahmgelegt.
Auch die Festnahme von potentiellen
Gewalttätern wird durch die
Baustelle erschwert, da durch die
Unübersichtlichkeit, die eine
Baustelle mit sich bringt und die
vielen Fluchtmöglichkeiten
auf einen Gewalttäter etwa
4 Beamte kommen, die ihn lange und
aufwendig jagen müssen. Wenn
dieser dann auch noch oben genannte
Schlag- und Wurfgegenstände
in die Hände bekommt, ist eine
Festnahme ohne Gefährdung der
eigenen Sicherheit der Beamten nicht
zu gewährleisten.
Nur mit einer starken Präsenz
im Bahnhofsgebäude kann die
Polizei dieser Situation Herr werden.
Manuel
Luna Homeyer, Bremen
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