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In einer Reportage des Magazins "Länderspiegel "vom 15.Juli sollte Chaoten wohl deutlich gemacht werden, daß in Hannover kein Platz für sie ist. So wurden Polizeihubschrauber gezeigt, die Tag und Nacht die Zugstrecken nach Hannover abfahren. Man sah, wie Prominente im Begleitschutz von zivilen BGS Beamten über das Expo-Gelände schlendern. Zu guter Letzt interviewte man Polizeibeamte, die angaben, daß man die Anzahl der BGS-Beamten in der Region verdoppelt hätte.
Soweit, so gut. Aber haben sich Hooligans während der EM davon abschrecken lassen? Haben wegen ähnlicher Berichte Tausende von Atomkraftgegnern etwa die Besetzung der Bahngleise abgeblasen? Kommen trotz des massiven Auftretens der Polizei am 1.Mai nicht alljährlich Tausende nach Kreuzberg?
Immer, wenn Polizei und Staatsapparat die Befürchtung hegen, die Situation könnte außer Kontrolle geraten, so zeigt die Erfahrung der Vergangenheit, wiederholen sie gebetsmühlenartig, daß alles unter Kotrolle sei.
Im Bericht selbst nun wird gesagt, daß es keine nennenswerte Störungen der Expo gab. Gab es auch nicht, zumindest bei den Nachrichtenmagazinen. Die Berichterstattung auf www.chaos-tage.de zeigte allerdings, daß die Expo-Gegner sehr die Polizei auf Trab hielten.
In diesem Jahr mag es die wohl schlimmsten Chaos-Tage aller Zeiten geben - und keiner wird es merken, weil die Medien fröhlich verkünden: "Alles unter Kontrolles, alles halb so schlimm...!"
Statt "Schutt und Asche" also "Wochenend und Sonnenschein?"
Manuel L. Hohmeyer, Bremen
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