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Dem Aufruf der Punks ab dem 10 Juli Chaostage in Hannover zu veranstalten, zieht weite Kreise. In mehreren Publikationen der Autonomen finden sich zahlreiche Aufrufe, an den Chaostagen teilzunehmen. Wie aus zu gespielten internen Papieren der Autonomen zu entnehmen war, gelten die Chaostage momentan als die einzige Chance "den Herrschenden und ihrem sich immer verschärfenden Kapitalismus" wenigstens auf der Straße zu begegnen. Außerdem "ist es nach dem Debakel des Anti-Expo-Widerstandes" von größter Bedeutung "die Chaostage als ein neues Politikfeld zu begreifen, um gerade anpolitisierte Jugendliche für den antifaschistischen und antikapitalistischen Widerstand zu gewinnen."
Schon 1995 waren die Chaostage für Autonome eine willkommene Abwechslung in dem Alltag der andauernden Resignation. Die illegal operierende autonome Zeitschrift "Radikal" widmete gleich 4 Seiten, um über die Chaostage zu berichten und sah die Ausschreitung auf der Straße als eine "erneute Chance wahrgenommen zu werden" und damit auch "subkulturelle Interessen" zu vertreten.
Um welche Autonome es sich handelt, steht bis jetzt noch nicht fest. Laut Aussagen von Szenenkennern werden aber Städte wie Hamburg, Berlin und Göttingen als relevant eingestuft.
Bert, Hannover
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