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Kurz nach Beginn des "Vorspiels" zu den sog. Chaostagen in Hannover, die am ersten Augustwochenende (4.-6.8.) ihren makabren Höhepunkt erreichen sollen, zeigt die Polizei verstärkt Präsenz in der niedersächsischen Landeshauptstadt. An jeder Straßenecke zeigt sich mindestens eine grüne Minna.
"In den letzten Tagen schien die Ordnungsmacht die Gefahr, die von den Chaostagen ausgeht, völlig zu unterschätzen. Jetzt endlich wird auf unser Warnen gehört", sagt Michael Tilsner, Schatzmeister des Vereins zur Verhinderung der Chaostage. Tilsner weiter: "Offensichtlich gibt es interessierte Kreise in den Reihen von Polizei und Politik, die mit den Chaoten zusammenarbeiten."
"Lange Zeit kamen wir uns vor wie der Rufer in der Wüste." Insgesamt habe der Verein bis heute erstaunlich wenig Rückhalt in der Bevölkerung. Tilsner führt das auf eine allgemeine Politikverdrossenheit zurück: "Einige in der Bevölkerung scheinen sogar mit den Chaostagen zu sympathisieren. Manchmal frage ich mich schon, ob diese Stadt so etwas Wunderbares wie die Expo überhaupt verdient hat."
Aufgrund des geringen Rückhalts in der Bevölkerung ruft der Verein nunmehr verstärkt bundesweit dazu auf, nach Hannover zu kommen. Tilsner betont ausdrücklich, daß es ihm auch ein Herzensanliegen ist, das Bild von "Punk" in der Öffentlichkeit wieder gerade zu rücken, und ruft deshalb alle "wahren Punks der Republik" zur Fahrt in die Expostadt auf. "Wir werden uns vor Supermärkte stellen, um Plünderungen zu verhindern."
Ein Beitrittsformular für Eintritt in den "Verein zur Verhinderung der Chaostage e.V." kann hier heruntergeladen werden.
Karl Korsch, Jena
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