Letzte Änderung: November 22 2005 13:36:09. - 625 Seiten archiviert
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Samstag, 15.07.2000, 14:19 Uhr

Unmengen neuer Flugblätter mobilisieren im In-und Ausland zu Chaos-Tagen!

 

- Mysteriöser Kettenbrief aufgetaucht-

Wie schon in früheren Jahren werden auch zu den Chaos-Tagen 2000 wieder Unmengen verschiedenartigster Flugblätter in Umlauf gebracht, die europaweit zu den Chaos-Tagen mobilisieren. Der Redaktion liegen mittlerweile 40 neue Pamphlete vor, die wir in unserem Flyer-Archiv dokumentieren.

Darunter auch wie in den Jahren Jahr 1994-96 wieder ein Kettenbrief, der anscheinend durch die ganze Republik verschickt wird.

Unter dem Motto "Brot und Spiele" wird hier zum Besuch der 7. Chaostage in Hannover animiert. Über den oder die Verfasser ist nichts bekannt.

Weiterhin gibt es mittlerweile gesicherte Informationen, daß Chaos-Gäste aus dem benachbarten Ausland, so insbesondere aus der Schweiz, Österreich und Frankreich, einen Besuch der Chaos-Festspiele fest eingeplant haben. Sobald wir darüber konkrete Berichte haben, werden wir diese auf chaos-tage.de veröffentlichen

Die Textversion des Kettenbriefs:

Heraus zu den 7. Chaostagen

Parole: Brot und Spiele

Es ist soweit: Nach drei langen Jahren der Einöde in Hannover sind wieder Chaostage!

Wollten wir 1995 noch alle ins Lager geschickt werden, was dann auch ein Jahr später passierte, fordern wir jetzt das, was seit allen Zeiten den Pöbel bei der Stange halten kommte:

Brot und Spiele!

Und diesen Sommer wird es in Hannover reichlich davon geben. Alle sind eingeladen: Punks, Hools, Skins, die sensationsgeile Presse, abenteuerhungrige Polizisten kamerabewaffnete Japaner und die brave Bevölkerung Hannovers, um ein Spektakel der Extraklasse zu veranstalten. Ganz Hannover wird zu einer Arena!!

Die Chaostage sind legal!

Da die CHaostage keine Veranstaltung oder Demonstration sind, kann niemand für sein bloßes Da-Sein dafür bestraft werden. Darum kann die Polizei zwar Verhaftungen durchführen (Langenhagen), aber es wird keine Anzeigen und Verurteilungen geben!! Und wer eine Expo-Karte hat, will bestimmt nicht zu den Chaostagen.

Darum: Kauft Euch Expo-Karten!

Das kostet zwar Geld, aber so kommt ihr mit ziemlicher Sicherheit in die Stadt. Sagt nicht, daß ihr zu den Chaostagen wollt, sondern daß ihr euch einfach die Weltausstellung ansehen wollt.

Weil ein Haufen ausländisches Volk zur Expo gehen wird, wird es sehr schwierig für die Polizei harte Knüppeleinsätze zu rechtfertigen, man will ja nicht als Polizeistaat vor dem internationalen Publikum dastehen.

Die Bahn hat das Wochenendticket für die Gegeng um Hannover während der Expo gestrichen um so einen Haufen Zaster mehr zu verdienen. Deshalb müssen wir auf andere Mittel der Fortbewegung zurückgreifen: Trampen, Bilden von Fahrgemein-schaften, Mitfahrzentralen (zwar teuer aber sehr nützlich: ICE) und Busfahren! Der Bus ist die billigste und sicherste Methode, für weniger als 50 Mark kommt man von jedem Ort in Deutschland hin und zurück zu einem Zeitpunkt, den man selbst bestimmen kann.

Die Arena wird geöffnet. Die Spiele können beginnen!

Auf nach Hannover!

4. - 6. 8. 2000

WICHTIGER HINWEIS:

Das Chaos-Tage-Archiv nimmt Materialien aller Art in Bezug zum Wort „Chaos-Tage“ auf. Es wird hier beabsichtigt, der Allgemeinheit möglichst komplett Quellen zum Thema zu Verfügung zu stellen, ohne Bewertung der Intention der Quelle.

Folglich finden sich im Archiv u.a.

- Zeitungstexte

- Analysen

- Aufrufe/Flugblätter/Plakate etc. für oder gegen Chaos-Tage

- Gesetzestexte u.ä.

- Dokumentationen von Aktionen, Gegenaktionen und Statements

- Belege für den Eingang des Wortes „Chaos-Tage“ in die deutsche Sprache- Erwähnung von Filmen, Tonträgern, Büchern u. a. Dingen mit Bezug zum Thema

- Historische Informationen

All dieses Quellen werden per Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, ohne Unterschied, ob sich in diesen Quellen z.B. für oder gegen Chaos-Tage ausgesprochen wird

Das Chaos-Tage-Archiv identifiziert sich folglich auch nicht mit den bereitgestellten Materialien (was bei ihrer Widersprüchlichkeit auch gar nicht möglich wäre), sondern sieht seine Aufgabe lediglich in lückenloser Dokumentation.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die Redaktion des Archives die in einigen Materialien dokumentierten Aufrufe zu strafbaren Handlungen inhaltlich entschieden ablehnt, ebenso die Verbreitung medialer Unwahrheiten aus purer Sensationlust oder die Beugung oder Brechung von Gesetzen seites ihrer Vertreter.

Katrin Flug/Redaktion, Gelsenkirchen

 

 
  Sorry,
das kann noch dauern...
-kn-
 
 
   
 
 
 
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