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| 1979 |
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| 1979 |
Erste
Punk-Treffen in Bochum |
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| 1980/81 |
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| 1980/81 |
Punk-Treffen
in Duisburg
Jeden Monat bis zu 500 Leute |
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| 1982 |
mehr... |
| 1982 |
Punk-Treffen
in Wuppertal
Jeden Monat bis zu 300 Punks.
Vorläufer der Chaos-Tage. |
| November
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Der
Ursprung der Chaos-Tage
Der Journalist Jürgen Voges
deckt eine sog. "Punker-Kartei"
auf, in der die hannoversche
Polizei die ihr "verdächtige"
Punk-Szene erfasst. Kurz darauf
erscheinen die ersten Aufrufe
zu einem "Chaos-Tag".
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| 18.
Dez. |
Die
Polizei eskaliert den ersten
Chaos-Tag von Hannover zu Krawall
Rund 800 Punks & Freunde
finden sich Samstag Mittag am
Kröpcke zum Chaos-Tag ein.
Es kommt zu einer kurzen Straßenschlacht
mit Verletzten - in erster Linie
auf Punk-Seite. |
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| 1983 |
mehr... |
| 1.
Juni |
Chaos-Tage
1983/Freitag: Nazis greifen
an
Rund 500 Punks bevölkern
bereits am Freitagnachmittag
den hannoverschen Bahnhof. Am
späten Abend kommt es zu
einem Angriff einer großen
Gruppe von Nazi-Skins aus Hamburger
und Berlin. Es kommt zu heftigen
Krawallen und auch Plünderungen
in der gesamten Nordstadt. |
| 2.
Juni |
Chaos-Tage
1983/Samstag: Das Ende der "Wende"
Rund 1500 Chaos-Tag-Besucher
treffen sich "High Noon"
in der hannoverschen City -
eine bislang nie dagewesene
Ansammlung von Punks und Skins.
Es kommt zur offenen Auseinandersetzung
zwischen beiden Gruppen, die
mit dem Abzug der Skinheads
endet. |
| 17.Dez. |
1.
"Weihnachts-Pogo"
Ein Jahr nach dem ersten Chaos-Tag
versammeln sich rund 150 Punks
zum zum ersten "Weihnachts-Pogo".
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| 1984 |
mehr... |
| Frühjahr |
Aufrufe
zu neuen Chaos-Tagen
Auf neuen Flugblättern
ruft ein "Internationaler
Punk-Rat" zu Chaos-Tagen
1984 nach Hannover. Nach den
Erfahrungen vom Vorjahr heißt
es diesmal: "Chaos-Tage
gegen die braune Pest!".
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| 3.
August |
Chaos-Tage
1984/Freitag
Ein ähnliches Bild wie
im Jahr zuvor: Hunderte Punks
lagern am Hauptbahnhof. |
| 4.
August |
Chaos-Tage
1984/Samstag
Gegen Mittag versammeln sich
rund 2000 Punks am Operplatz.
Auf einer Demo-Route zur Glocksee
kommt zu einer kurzen, heftigen
Auseinandersetzung mit rund
150 Nazi-Skins..
An der Glocksee kommt es am
Abend zu einer stundenlangen
Schlacht mit der Polizei, in
der das Zentrum verwüstet
wird und rund 1500 Punks die
ganze Nacht über in dem
abgeriegelten Areal festgehalten
werden. |
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| 1994 |
mehr... |
| Jan./Feb. |
Aufrufe
zu neuen Chaos-Tagen in Hannover
Nach zehnjähriger Pause
rufen hannoversche Punks auf
verschiedenen Flyern für
den den 5.-7. August zu den
4. Chaos-Tagen in Hannover auf
und kündigen eine Fortsetzung
bis zum Jahre 2000 an. |
| 5.
August |
Chaos-Tage
1994/Freitag: Alles wie gehabt...
Wie 10 Jahre zuvor sprengt die
Polizei die Party am Bahnhof
in einem harten Einsatz, kesselt
so viele Punks wie möglich
ein und nimmt 175 fest. Punks
werden ab sofort nicht mehr
in der Innenstadt geduldet. |
| 6.
August |
Chaos-Tage
1994/Samstag: Die Geburt der
"Schutt-und-Asche"-Legende
Die hannoverschen Tageszeitungen
berichten, die Punks seien "nach
eigenen Angaben" gekommen,
um "Hannover in Schutt
und Sche zu legen"..
Punks werden weiterhin rigoros
der City verwiesen, so daß
sich schließlich rund
800 auf dem "Fährmannsfest"
treffen..
Am Abend kommt es am Rande eines
Konzerts zu einer kurzen Straßenschlacht
mit der Polizei. |
| ab
dem 7.August |
Medienecho
bundesweit - die Legende wird
ausgebaut...
Ab Sonntag beginnen die Medien
die 10minütige Straßenschlacht
in wahrhaft epische Dimensionen
aufzublasen: "Todesangst
in der Nordstadt" - "Blut
klebte an Steinen und Containern"
- "Orgie der Gewalt"
- "Überall umgestürzte
und brennende Autos" -
"Randalierer tobten durch
Hannover" - "Vor Haustüren
und in Fluren tobte der Punkerterror"
- so die Schlagzeilen.. |
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| 1995 |
mehr... |
| Mai |
Im
Internet erscheinen die ersten
Aufrufe: Chaos-Tage weltweit!
Zum ersten Mal wird das
Internet für die Verbreitung
von Chaos-Tage-Flyern genutzt:
Kettenbriefe werden abgetippt,
übersetzt und in die verschiedenen
Newsgroups gesetzt. Schon bald
gibt's Antwort aus San Francisco:
Hier will man nun am gleichen
Wochenende wie in Hannover Chaos-Tage
abhalten! |
| 3.
August |
Die Situation eskaliert
Am frühen Nachmittag
vertreibt die Polizei ohne
erkennbaren Anlaß die
Punks aus der City.
Als die Polizei auch am Sprengelgelände
beginnt, willkürlich
Punks festzunehmen, explodiert
die Situation: Steine fliegen,
es werden Barrikaden gebaut
und angezündet. Die Polizei
muß sich unter einem
Steinhagel zurückziehen.
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| 4.
August |
Chaos-Tage
1995/Freitag: Nicht nur Punks
stellen sich gegen die Polizei
An diesem ersten "offiziellen
Chaos-Tag" strömen
massenhaft Punks nach Hannover.
Gegen Mittag werdenSchaufelder
Straße und auch das Sprengelgelände
in einem harten Polizeiinsatz
geräum, der Sturm auf die
Häuser der Heisenstr. scheitert..
Angelockt durch die Berichte
von anhaltenden Krawallen reisen
auch Hooligans und Autonome
nach Hannover. Zusätzlich
legt sich die Polizei ohne Not
mit türkischen Jugendlichen
an, so daß die Polizei
nun mit fast 3000 Gegnern fertig
werden muß.
Die Polizei erleidet Schlappe
auf Schlappe und wird fast vollständig
aus der Nordstadt vertrieben.
Ein Penny-Markt wird spät
in der Nacht geplündert.
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| 5.
August |
Chaos-Tage
1995/Samstag: Die Einkesselung
des Fährmannsfestes mißlingt
Nach einem halbwegs ruhigen
Tagesverlauf eskaliert die Situation
am Abend wieder:
Betrunkene zünden am Rande
des "Fährmannsfestes"
ein Auto an, und es gibt neue
Auseinandersetzungen mit der
Polizei.
In der Nordstadt dagegen sind
in der Nacht in erster Linie
Hooligans, türkische und
andere Jugendliche aus Hannover
gegen die Polizei aktiv. |
| 7.
August |
Riesiges
Medienecho weltweit
Zeitungen und TV voll mit Berichten
über die Chaos-Tage. Gleichzeitig
wächst der Druck auf die
niedersächsische Landesregierung
unter Gerhard Schröder.
Man wirft Ihr eine angebliche
"Deeskaliationsstrategie"
vor. |
| 15.
August |
"Chaos-Tage in Oldenburg"
werden von den Medien gepusht
Verschiedene Zeitungen berichten
gleichlautend von einem neuen
angeblich in Oldenburg geplanten
Punk-Treffen. In den nächsten
Tagen steigert sich dieses
zur Hysterie, und die Polizei
schickt vorsorglich 1500 Beamte
nach Oldenburg.
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| 19.
August |
Polizei
und Medien lassen sich in Oldenburg
erfolgreich hochnehmen
Hunderte von Reportern warten
auf die bunten Brutalos. Dummerweise
tauchen nur einige wenige Gestalten
auf, die auch noch fürs
Bierdosenwerfen von Journalisten
bezahlt werden müssen. |
| 25.
August |
Hannovers
Polizeipräsident tritt
zurück
Der durch die Chaos-Tage schwer
unter Druck geratene hannovesche
Polizeipräsident Sander
tritt zurück und betont,
"so etwas" dürfe
es nicht wieder geben. |
| 4.
Sept. |
Neuer
Polizeipräsident heißt
Klosa
Sanders Nachfolger wird Hans-Dieter
Klosa, ein Mann vom "harten
Schlag"... |
| 8.-11.Okt. |
Stürmung
und Abriß der "Chaos-Zentrale"
Polizeipräsident Klosa
setzt ein Zeichen für "beherztes
Durchgreifen": Im Morgengrauen
werden Häuser in der Heisenstraße
von der Polizei gestürmt
und somit die Schlappe vom August
wettgemacht.Geründet wird
dies mit angeblichen "Schüssen
auf Handwerker" und "Hinweisen",
das Hause sei im August die
"Chaos-Zentrale" gewesen. |
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| 1996 |
mehr... |
| April |
Start
des "Kannibalenkanals"'
Der "Cannibal Home Channel"
(CHC) nimmt als Nachfolger der
Lager-Gang seine Aktivitäten
auf, die auch schnell von den
Medien bemerkt werden. |
| 8.
Mai |
Niedersachsen
verschärft Polizeigesetz
Um die kommenden Chaos-Tage
in den Griff zu bekommen, verschärft
die SPD-Mehrheit im Landtag
das Polizeigesetz. Nun ist es
möglich, Personen das Betreten
ganzer Stadteile und Sädte
zu verbieten, falls sie den
"Verdacht" habe, es
könnten Straftaten begangen
werden. |
| 25.Mai |
Chaos-Tage-Verbot
erlassen
Polizeipräsident Klosa
verbietet endgültig die
Chaos-Tage. Teilnehmern drohen
Bußgelder bis 1000 Mark. |
| 25.Juli |
Weichen
die Chaos-Tage nach Bremen aus?
Flugblätter schlagen vor,
bei einem totalen Abriegeln
Hannovers einfach nach Bremen
auszuweichen.
Auf den Flyern steht aber auch,
daß die Chaos-Tage 97-99
ausfallen sollen und man sich
auf die Chaos-Tage 2000 anläßlich
der EXPO konzentrieren wolle. |
| 26.
Juli |
11
Tage Punk-Verbot in Hannover
Ab heute gilt die polizeiliche
Verbotsverfügung, die es
der Polizei ermöglicht,
in den kommenden 11 Tagen alle
Punks der Stadt zu verweisen.
Was sie auch konsequent vollzieht... |
| 2.-4.
Aug. |
Die
Chaos-Tage finden statt - und
wie!
6000 Polizisten und 500 Journalisten
stehen zum Schutz Hannovers
bereit - und der Polizei gelingt
es, Hannover punk-frei zu halten.
Über 3000 Platzverweise
werden erteilt.
Nicht so in Bremen: Hier kommt
es am Freitagabend im Steintorviertel
zur Auseinandersetzungen zwischen
Polizei und Punks.
Niedersachsens Innenminister
Glogowski verkündet stolz:
"Es wird nie wieder Chaos-Tage
geben!" |
| 18.
August |
Chaos-Tage
1996 Teil zwei
Rund 300 Punks versammeln sich
in der Hannoveraner Nordstadt
zu "Ersatz-Chaos-Tagen".
Es kommt zu Auseinandersetzungen
mit der Polizei. Die BILD-Zeitung
titelt am folgenden Montag:
"Punker kamen zurück".
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| 1997 |
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| 16.-19.Mai
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Chaos-Tage
in Salzburg
Die Chaos-Tage-Hysterie erreicht
auch Österreich: Nachdem
auf einigen Flyern zu Chaos-Tagen
aufgerufen wird und zum Meldungen
dazu im Internet kursieren,
dreht die Stadt komplett durch.
Mit 1500 Beamten wird Salzburg
abgeriegelt, Geschäfte
bleiben geschlossen oder werden
verbarrikadiert. Die wenigen
Punks, die kommen, werden sofort
festgenommen. |
| Juni/Juli |
Chaos-Tage
zur Love Parade?
Auf neuen Flugblättern
wird angekündigt, die ausfallenden
Chaos-Tage 1997-99 in Berlin
parallel zur Love Parade stattfinden
zu lassen, Die B.Z. titelt:
"Sie wollen Haß statt
Love Parade - Wer stoppt die
Chaoten aus Hannover?",
und schon geht wieder die Chaos-Panik
um.
Bei der Love Parade auchen dann
tatsächlich ein paar Punks
auf, aber die werden größtenteils
sofort von der Polizei festgenommen. |
| 1.-3.
August |
1500
Polizisten gegen heiße
Luft
Obwohl keine Chaos-Tage angekündigt,
postiert die Polizei ein Großaufgebot
in Hannover. Punks kommen keine,und
die ausbleibenden Krawalle werden
als "Erfolg" gefeiert...
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| 6.
August |
Großer
Erfolg polizeilicher Aufklärung!
Über ein Jahr nach dem
Start der Aktivitäten des
"Cannibal Home Channel"
verkündet Polizeipräsident
Klosa stolz in einer Pressekonferenz,
man habe nun endlich den Betreiber
der Website "enttarnt":
Es ist Karl Nagel alias Peter
Altenburg aus Hamburg. |
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| 1999 |
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| 30.Juli-2.Aug. |
Wie
angekündigt: Chaos-Tage
finden nicht statt
Auch an diesem ersten Augustwochenende
postieren sich Polizeibeamte
gegen mögliche Chaos-Tage.
Doch auch diesmal findet kein
Punk-Treffen statt und auch
diesmal wird dies als "Erfolg"
gefeiert. |
| Sommer |
Die
APPD - der "legale Arm
der Chaos-Tage"
Im Bundestagswahlkampf präsentiert
sich die "Anarchistische
Pogo-Partei Deutschlands"
als "einzige Möglichkeit",
die Chaos-Tage 2000 zu verhindern.
Man habe einen "Deal"
mit den Chaoten, bis 2000 Ruhe
zu bewahren. |
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| 2000 |
mehr... |
| Januar |
Die
Mobilisierung für die Chaos-Tage
2000 beginnt
Früher als in jedem anderen
Jahr tauchen die ersten Chaos-Tage
Flugblätter auf. |
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